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Kein einziges Stück Gepäck und kein Rad ist da! Die Maschine ist
leer und unsere Gesichter werden länger. Magnus der Mann von Iceland
- Air lässt sich Gepäck und Räder beschreiben. Er setzt uns
in ein Taxi, das uns in ein Hotel bringt. Wir gehen auf Kosten der Fluggesellschaft
fein Essen. Lobster, T-Bone Steak Krabben usw. Gegen 21.00 Uhr
sollen wir nochmals am Flugplatz in Kevlavik anrufen. Bis dahin müsste
die nächste Maschine aus Deutschland ausgeladen sein und unser Gepäck
hoffentlich auch. Aber leider Fehlanzeige!
Wir machen uns langsam mit dem
Gedanken vertraut unser Gepäck möglicherweise nicht mehr wieder
zu sehen. Dummerweise haben wir nämlich vergessen es mit diesen kleinen
Namensschildchen, die man an allen Gepäckstücken befestigen soll,
zu versehen. Ob der Urlaub schon zu Ende ist, bevor er überhaupt richtig
angefangen hat?

Als ich mir im Stillen durchrechne, wie viel Geld in unserer
Ausrüstung steckt, komme ich auf ca. € 6500,--. Vom Know-how und
der Arbeitszeit die da drinsteckt gar nicht, zu reden.Die vielen kleinen
Details,
die auf der Erfahrung von mehreren Radreisen mit Kind und Kegel beruhen,
wären bei einem Totalverlust gar
nicht mehr darstellbar.
Im Übrigen haben wir im Moment nur unnützes
Zeug im Handgepäck.Trinkflaschen, Sturzhelme, Werkzeug, Islandbücher
und Kameraausrüstung. Keine Zahnbürste, keine frische Unterhose
nichts, was wir jetzt brauchen könnten. In dem Moment als ich diese
Notiz mache sitzen wir am Gepäckband
am Flughafen. Es ist der 27.07.1996, die Uhr zeigt 16.10 Uhr. In diesem Moment
schwebt unser Gepäck hoffentlich ein.