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Im Zelt wird es warm. Offensichtlich scheint die Sonne. Ein wunderschöner
Tag mit strahlend blauem Himmel beginnt. Gegen 10.00 h brechen wir nach
einem kleinen Lachsfrühstück in kurzen Hosen auf. Wir fahren
Richtung Krisuvik und erleben zum ersten Mal Islands Straßen. Am
Meer entlang, an den herrlichen Vogelfelsen von Krisuvik vorbei, kämpfen
wir uns durch welliges Gelände.
Vor uns liegen über 50 km Unbefestigte,
von Schlaglöchern übersäte, Wellblechpiste. Die ersten Kilometer
mit den schwer bepackten Rädern sind wie immer die schwersten.

Wie immer haben wir viel zu viel Gepäck dabei. Allein unser Ersatzteil- und Werkzeuglager schlägt mit mehren Kilogramm zu Buche. Der Einspuranhänger wackelt bei langsamer Fahrt bedenklich, er ist einfach zu hoch beladen. Durch das schwere Gepäck habe ich am Berg so wenig Druck auf dem Vorderrad, dass ich auf dem Geröll nicht lenken kann.
Christine geht es andersherum. Durch das Gepäck vorne
hat sie kaum Traktion am Hinterrad. Auf diesen Pisten ist kaum Verkehr und
das ist gut, weil wir oft die ganze Straße für unseren Schlingerstil
brauchen. Es ist wirklich schwierig die schweren Räder um die Schlaglöcher
zu Zirkeln.
Wir fahren von Grindavik auf der 427 nach Krisuvik. Das Gepäck
und das harte Gelände fordern Ihren Tribut. Schon bald sind die Trinkflaschen
leer. Dies hier ist aber nicht der Donauradweg, wo alle 500 m eine Jausenstation
steht. Zum Glück kreuzt vor dem Abzweig 428 eine Quelle die Straße.
Diesmal sind wir auf alles vorbereitet.

Jetzt kommt gleich der Wasserfilter zum ersten Mal zum Einsatz. Gleich ist etwas übertrieben, denn Chrissi muss erstmal eine größere Suchaktion starten.